Ideen-Reich....oder die Geschichte mit den fremden Federn

Die Originale von Fräulein AllerHand
Die Originale von Fräulein AllerHand

Heute soll es mal zur Abwechslung eine Geschichte aus dem Schranklädchen-Leben geben. Vielleicht eine Art Märchenstunde aber trotzdem eine wahre Begebenheit, die sich so zugetragen hat ( ohne Namensnennung) .

 

Fangen wir doch mal von vorne an, ganz wie´s bei den Gebrüdern Grimm immer anfängt. Paßt sogar, denn Grimms Märchen sind eigentlich auch nix für zarte Gemüter.

 

Es war einmal, vor nicht all zu langer Zeit....Da trug sich folgendes zu:

Ein Fräulein Namens Allerhand, hatte die Idee einen kleinen Laden zu eröffnen. Einen sehr kleinen Laden. Eigentlich war es nur ein Schrank. Aber ein sehr schöner Schrank. Ein schöner, blauer, alter Schrank. Deshalb der Name " Schranklädchen AllerHand". Fräulein Allerhand hatte immer viele, neue Dinge im Kopf, die sie gerne umsetzte. Sie bastelte und nähte, betonierte und sägte, bis der blaue Schrank fast aus allen Nähten platzte. Als Fräuleins Freundinnen das sahen, was es da alles zu bestaunen gab, waren sie der Meinung, dass auch andere Menschen die schönen Dinge sehen müßten.So machte sich das Fräulein auf, in ein nahe gelegenes Dorf, an der wunderschönen Jagst, um dort ein Kaufmannspaar aufzusuchen, deren Adresse sie von einer der Freundinnen bekommen hatte. Das Paar war begeistert von Fräuleins selbstgemachten Sachen. Sie fanden sogar, dass es für ihr eigenes Geschäft gut wäre, wenn neue Dinge dort angeboten werden und ließen sie in ihrem Laden austellen. Was sie wollte, je nach Jahreszeit. Fräulein Allerhand war glücklich und machte sich gleich an die Arbeit. Verschiedenes aus Holz war bei den Kunden am meisten beliebt, was wohl den Kaufmann auf einen ganz "besonderen" Plan rief .Und so kam es eines Tages, dass Fräulein Allerhand unverhofft in das Geschäft kam und ihren Augen kaum trauen mochte. Da standen alle ihre Holzblüten, Teelichter und Schweinchen in gleicher Form und Größe in vielfacher Ausführung. Konnte das denn wahr sein?! Sie hatte doch den Kaufleuten vertraut und nun das ! Die Beiden hatten tatsächlich einfach und ohne zu fragen Fräuleins Ideen kopiert und verkauft.( Auch an den restlichen Osterhasen konnte sie noch Bleistiftspuren, vom Abmalen sehn). Natürlich taten sie das nur, um  selbst mehr von den goldenen Talern zu verdienen, die sie ihr nun nicht mehr gönnten. Und sie hielten das auch noch für vollkommen gerechtfertigt und in Ordnung.

Fräulein Allerhand war sehr traurig und auch verärgert. Sie packte all ihre Sachen ein, bedankte sich bei der Kaufmannsfrau dafür, dass sie sie dort ausstellen durfte und machte sich auf den Heimweg. Mit den gierigen Kaufleuten wollte sie in Zukunf nichts mehr zu haben.Aber so traurig sie auch war, wußte sie doch, dass sie bald wieder neue Ideen hätte, für ihren alten, blauen Schrank ....

 

Tja, so kann´s gehn.....

 

 

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Heidi (Donnerstag, 15 Mai 2014 19:20)

    Liebe Sandra, sag Fräulein Allerhand, dass sie sich nicht unnötig ärgern soll. Ein Kaufmann, der einem die eigenen Ideen klaut, zählt zur Gruppe der Blender und unprofessionellen Amateure, der auf Dauer wohl ohnehin keinen Erfolg mit den Plagiaten haben wird >>>ein echter Guttenberg eben!
    Das ist zwar nicht wirklich ein Trost, kann bei der eigenen Tätigkeit aber etwas beruhigen. Sie soll weiter machen, den Qualität und Können setzen sich durch und in dieser Hinsicht muss der Klau...entschuldige....Kaufmann noch einiges lernen!